Ein stiller Wintersonntag, schneebedeckte Felder, glitzernde Kristalle im Sonnenlicht und ein kleiner Kreis von Menschen, die sich gemeinsam auf den Weg machten, um Natur, Stille und Spiritualität neu zu entdecken. Eine Gehmeditation im Winterwald, inspiriert vom Geist des hl. Franziskus, der die Schöpfung als Schwester und Bruder verstand.
Zu Beginn ein gemeinsamer verbindender Kreis.
Mit der Verbundenheit und einem offenen Herzen führte der Weg hinein in eine Welt, die im Winterkleid ganz eigene Geschichten erzählt. Unter den Schuhen knirschte der Schnee, auf den Wegen glitzerte Eis, und doch zeigten sich bereits die ersten Frühlingsboten: zarte Triebe, Maulwurfshügel, Spuren von Tieren, die den Wald durchstreifen.
Inmitten des Dickichts hielten die Teilnehmenden immer wieder inne. Sie berührten die Rinde alter Bäume, spürten das weiche Moos, lauschten dem Wind, der durch die Birken strich wie ein leiser Glockenton. Harzduft, Tannenzapfen, Vogelstimmen, jede Wahrnehmung wurde zu einem Moment der Verbundenheit mit sich selbst und der Natur.
Die Gehmeditation öffnete den Blick für verschiedene Perspektiven: den Boden unter den Füßen, den Himmel über den Wipfeln, die feinen Spuren im Schnee, die uns zeigen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. So wurde der Wald zum stillen Begleiter, zum Raum der Achtsamkeit und des Staunens.
Zum Abschluss versammelte sich die Gruppe zu einer kurzen Klangmeditation. Die sanften Töne ließen die Eindrücke des Weges nachklingen und schenkten einen Moment tiefer Ruhe, ein Ausatmen in Gemeinschaft.
Ein wunderbarer Sonntag, der zeigte: Auch im Winter trägt die Natur Wärme, Trost und Hoffnung in sich. Und wer sich wie Franziskus auf ihre Spuren begibt, findet oft mehr, als er gesucht hat.
Gelobt seist du Mutter Erde,
unsere Schwester,
die uns trägt, nährt
und Früchte, Blumen und Kräuter hervorbringt.
Hl. Franziskus




